Knochenaufbau

Kieferkammaugmentation zur sicheren Verankerung von Implantaten in Essen

Durch Knochenaufbaumaßnahmen lässt sich eine unzureichende Knochenmenge im Ober- oder Unterkiefer ausgleichen, was auch bei geringer Knochenmasse eine sichere und feste Verankerung für Implantate ermöglicht. In unserer Praxis Die Zahnärzte am Limbecker Platz in Essen sind wir auf die neuesten Techniken in Implantologie und Zahnersatz spezialisiert. Der Knochenaufbau gehört zu unseren regelmäßig angewendeten Verfahren, durch die Sie den Vorteil hochwertiger Zahnimplantate voll ausschöpfen können. Für weitere Informationen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne für eine unverbindliche Beratung zur Verfügung.

Autor: Dr. med. dent. Boris Francki

Letzte Aktualisierung: Dezember 2025

 

Das Wichtigste zum Knochenaufbau im Überblick

In der Zahnmedizin umfasst der Begriff Knochenaufbau alle Methoden, die dazu dienen, ein defizitäres Knochenangebot im Ober- oder Unterkiefer zu korrigieren. Diese Verfahren werden auch als Kieferaufbau oder Kieferaugmentation bezeichnet. Eine bestimmte Mindestdicke des Kieferknochens ist essentiell, um eine feste Grundlage für den sicheren Halt von Zahnimplantaten zu gewährleisten. Die erforderliche Mindestdicke des Knochens liegt bei zwei Millimetern, und es ist wichtig, dass Zahnimplantate so platziert werden, dass sie rundum von Knochenmaterial dieser Stärke umgeben sind. Bei unzureichender Knochendichte besteht das Risiko, dass das Implantat nicht sicher einwächst oder instabil wird.

Mehrere Faktoren können im Laufe der Zeit zu einem reduzierten oder schwach ausgeprägten Kieferknochen führen, wobei Zahnlücken eine der verbreitetsten Ursachen darstellen. Dies wird als Inaktivitätsatrophie bezeichnet, ein Prozess, bei dem der Kieferknochen an den Stellen beginnt abzunehmen, an denen Zähne fehlen und somit keine Belastung mehr erfahren. Besonders bei älteren Menschen, die seit Jahren kaum noch oder keine eigenen Zähne besitzen, tritt dieses Phänomen oft auf. Daher ist die Bewahrung der natürlichen Zähne, etwa durch Wurzelkanaltherapien, von großer Bedeutung, um einem Rückgang des Kieferknochens vorzubeugen. Ebenfalls kann unbehandelte Parodontitis zu einem Verlust an Knochenmasse führen.

Der Knochenaufbau zielt daher auf die Regeneration des verlorenen Kieferknochens ab. Die Anwendung von Knochenersatzmaterialien oder die Verwendung von Eigenknochen durch Anlagerung, Einlagerung oder Auflagerung sind verschiedene Techniken, die zu diesem Zweck eingesetzt werden.

 

Knochenaufbau im Ober- und/oder Unterkiefer

Die Knochenmasse im Ober- und/oder Unterkiefer kann durch verschiedene Methoden verbessert werden.

  • Bei leichten Knochendefiziten kann durch das Anlagern einer geringen Menge von Eigenknochen oder Knochenersatzmaterial an spezifischen Stellen ein geeignetes Knochenbett geschaffen werden, das genügend Breite für den stabilen Halt eines Zahnimplantats bietet.
  • Bei ausgeprägteren Knochendefiziten kommen sogenannte Osteosyntheseschrauben zum Einsatz, die dazu dienen, speziell angefertigte Knochenblöcke, sei es aus Eigen- oder Spenderknochen, im Bereich des Defizits fest zu verankern. Nach einer Heilungsphase von einigen Monaten sind diese Knochenblöcke fest mit dem Kieferknochen verwachsen, was die problemlose Verankerung von Implantaten ermöglicht.
  • In äußerst seltenen Fällen kann eine umfassende Rekonstruktion des Kiefers notwendig werden, die operativ und stationär in einer spezialisierten Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde stattfindet.
  • Mithilfe eines internen oder externen Sinuslifts lässt sich besonders das vertikale Angebot an Kieferknochen im Oberkiefer verbessern. Dabei wird ein Raum geschaffen, indem die Kieferschleimhäute vorsichtig vom Boden der Kieferhöhle gelöst werden, der anschließend mit Eigenknochen oder Knochenersatzmaterial gefüllt wird. Detaillierte Informationen zum Sinuslift finden Sie hier.
  • Ein besonderes Angebot unserer Praxis stellen die umfangreichen Knochenaufbauten nach der Methode von Prof. Dr. Khoury dar. Diese Technik ermöglicht es oft, eine stationäre Transplantation vom Beckenkamm zu umgehen.

Verwendete Materialien beim Aufbau des Kieferkamms bei Defiziten

Verschiedene Materialien kommen für den Knochenaufbau zum Einsatz. Grundsätzlich wird zwischen Materialien unterschieden, die aus dem eigenen Körper stammen, und solchen, die von außen zugeführt werden.

  1. Autogenes Material/Eigenknochen
    Beim Einsatz von autogenem Knochenmaterial, das heißt Eigenknochen, wird dieses von verschiedenen Stellen des Körpers entnommen und an den Ort des Knochendefizits transplantiert. Dieses Vorgehen ist vorzuziehen, wenn möglich, da der Eigenknochen hervorragend einwächst ohne Abstoßungsreaktionen zu verursachen. Bei kleineren Knochendefiziten können bereits die Knochenspäne, die beim Bohren für das Implantat anfallen, genügen, um das Defizit zu beheben. Bei größeren Defiziten ist es notwendig, Knochenmaterial aus einem anderen Bereich des Kiefers zu entnehmen. Bei sehr ausgedehnten Kieferrekonstruktionen kommt man jedoch an eine Grenze und muss Knochen von außerhalb des Mundbereichs, üblicherweise vom Beckenkamm, entnehmen. Ein Nachteil dieses Verfahrens ist die zusätzliche Wunde, die durch die Entnahme des Knochens entsteht.
  2. Knochenersatzmaterial
    Knochenersatzmaterialien umfassen alle Substanzen, die nicht aus dem eigenen Körper stammen und zur Verbesserung des Knochenangebots bei Defiziten eingesetzt werden. Diese Materialien sind nur dann geeignet, wenn sie bestimmten Anforderungen genügen. Ein wesentlicher Vorteil der Nutzung dieser Materialien ist, dass sie, im Gegensatz zu autogenen Materialien, keine zusätzliche Entnahmewunde verursachen. Nachfolgend werden drei verschiedene Arten von Ersatzmaterialien kurz beschrieben:

    Allogenes Material (Knochen von menschlichen Spendern)Bei diesem Material handelt es sich um Knochengewebe, das von einem lebenden oder kürzlich verstorbenen Menschen entnommen wird. Es durchläuft einen Hochreinigungsprozess, wird desinfiziert und entfettet, um anschließend durch verschiedene Methoden konserviert zu werden.

    Alloplastisches Material (Künstliches Knochenersatzmaterial)
    Üblicherweise umfasst künstliches Ersatzmaterial solche Stoffe wie b-Trikalziumphosphat, Hydroxylapatit oder nicht-keramische Materialien (z.B. Kalziumkarbonat, mikroporöser Verbundstoff oder Glaskeramik). Diese synthetisch hergestellten Materialien weisen knochenähnliche Wachstumseigenschaften auf und werden daher als osteokonduktiv klassifiziert.

    Xenogenes Ersatzmaterial (Material aus anderen Arten)
    Knochenmaterial von Tieren wie Schweinen, Rindern oder Pferden kann ebenfalls als anorganisches Ersatzmaterial dienen, nachdem die organischen Bestandteile des Knochens entfernt wurden. Auch dieses Material ist, weil es alloplastisch ist, osteokonduktiv.

Die Auswahl des passenden Materials richtet sich nach dem spezifischen Einzelfall, wobei es auch vorteilhaft sein kann, verschiedene Materialien miteinander zu verbinden. Die Wirksamkeit dieser Ansätze ist durch breit angelegte Forschungsarbeiten belegt und wird bereits seit Langem erfolgreich in der medizinischen Praxis angewendet.

Durch den Einsatz von Eigenblut und den darin enthaltenen Wachstumsfaktoren (PRGF) lässt sich der Heilungsprozess beschleunigen.

Risiken

Glücklicherweise sind Komplikationen eine Seltenheit. Falls dennoch welche entstehen, zählen der Verlust von aufgebrachtem Ersatzmaterial und postoperative Infektionen, die ebenfalls zu einem Materialverlust führen können, zu den häufigsten Problemen. In beiden Fällen liegt die Ursache in der Abstoßung des eingesetzten Ersatzmaterials.

Kosten

Die Kosten für einen Knochenaufbau variieren stark und hängen vom jeweiligen Einzelfall ab, weshalb allgemeingültige Preisangaben nicht möglich sind. Ausschlaggebend sind die Auswahl des Materials und die angewendete Methode. Unser Team in Essen erstellt Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot in Form eines Heil-und Kostenplanss, das alle einzelnen Positionen nennt.

Beratung

In unserer auf Kieferkammaugmentation spezialisierten Praxis „Die Zahnärzte am Limbecker Platz“ in Essen beraten wir Sie ausführlich zum Thema Knochenaufbau.

Dr. Boris Francki M.Sc. M.Sc.

Master of Science Implantology and Dental Surgery
Master of Science Restorative and Aesthetic Dentistry

Dr. Alexa van Schöll M.Sc.

Master of Science in Oralchirurgie und Implantologie
Spezialistin für ästhetische Zahnmedizin & Prothetik

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